Der Zählerplatz und die neue VDE-AR-N 4101:2015

Zum 01. September 2015 trat die neue Anwendungsregel VDE-AR-N 4101:2015-09 in Kraft und definiert die technische Mindestanforderung für Zählerplätze in elektrischen Anlagen. Die neue VDE-Vorschrift gilt nicht nur für neue Bezugsanlagen, sondern auch in Verbindung mit der
VDE-AR-N 4106 für neue Erzeugeranlagen.

Zählerplätze dürfen weiterhin mit integrierter Befestigungs- und Kontakteinrichtung (BKE-I) verbaut werden. Das gilt auch für Zählerplätze mit klassischer 3-Punkt-Befestigung.

Der anlagenseitige Anschlussraum (AAR) ist 300 mm hoch; somit dürfen nur noch Zählerschränke mit einer Bauhöhe von 1100 mm und 1400 mm eingesetzt werden.

Die Gesamthöhe des Zählerfeldes beträgt 450 mm. Dabei ist der Zählerplatz 300 mm hoch, die restlichen 150 mm dürfen ausschließlich als Raum für Zusatzanwendungen (RfZ) verwendet werden.

Der netzseitige Anschlussraum (NAR) ist 300 mm hoch; er ist mit einem 5-poligen Sammelschienensystem ausgestattet und zum Einbau der Trennvorrichtung (SLS) vorbereitet.

Die Zählerplätze sind für Bemessungsströme von 63 A auszulegen.

Für die Kommunikation zwischen Zähler und Smart Meter Gateway ist der Zählerplatz mit einer opto-elektrischen Schnittstelle (OKK = optischer Kommunikationskopf) auszustatten. Die dafür genutzte Datenleitung ist in den Raum für Zusatzanwendungen (RfZ) zu führen.

RJ45-Buchse: Die Anwendungsregel verlangt eine Datenleitung für eine sichere Kommunikation zwischen Abschlusspunkt Zählerplatz (APZ) und Zählerplatz. Bei Zählerplätzen mit RfZ ist die RJ45-Buchse dort zu platzieren, bei 3-Punkt-Zählerplätzen ohne RfZ erfolgt die Montage an einer Zählertragschiene.

Bei vorhandenem oder geplantem Abschlusspunkt Liniennetz (APL) ist ein Abschlusspunkt Zählerplatz (APZ) als Schnittstelle zwischen APL und Zählerplatz zu installieren. Ein Elektroinstallationsrohr ist zwischen APL und APZ zu verlegen.

Weiterführende Informationen

> PDF-Download Universalfelder